Eine der interessanten neuen Funktionen von InDesign CS5 ist ja, dass mehr oder weniger automatisch Bildunterschriften aus den Metadaten des Bildes generiert werden können. Heute ein Blick unter die Motorhaube dieser Funktion.
Im Objektmenü und im Kontextmenü gibt es drei neue Befehle.

Mit "Beschriftung einrichten..." definieren Sie, welche Informationen in einer Bildunterschrift stehen sollen. Die anderen beiden Befehle führen dann ohne weitere Nachfrage aus: Textrahmen drunter und Text rein.
Der Einrichtungsdialog definiert sowohl Inhalt als auch Position des BU-Rahmens.
Eine "statische Beschriftung" liest die Metadaten aus und kopiert sie schlicht und einfach in den Textrahmen. Eine "dynamische Beschriftung" im Gegensatz erstellt eine (oder mehrere) der seit InDesign CS3 bekannten Textvariablen und fügt diese in den Textrahmen ein.
Damit erbt die dynamische Bildunterschrift die von Textvariablen bekannte Krankheit, dass innerhalb einer Variable nicht umbrochen werden kann. Gegebenenfalls sieht das Ergebnis also schon mal so aus:

Dass die "Beschriftung" Textvariablen verwendet, bedeutet natürlich auch, dass Sie nicht nur den Befehl aus dem Objektmenü verwenden müssen oder können, um dynamische Bildunterschriften zu erstellen. Sie können genausogut eigene Textvariablen erstellen und diese an beliebiger Stelle einfügen.

Soweit so einfach. An dieser Stelle interessiert mich immer als nächstes, welche Werte/Inhalte diese neue Variablenart "Metadatenbeschriftung" aufnehmen kann. Was alles kann ich also automatisch unter ein Bild setzen lassen?
Hier eine Auflistung:

Ich habe nicht alle entziffern können. So ist es mir noch nicht gelungen, für die ersten acht eine sinnvolle Situation zu bauen. Diese sehen zwar so aus, als könne man damit Informationen aus InCopy-Aufgaben auflisten. Aber wenn ich sie wie bei Bildern in einen Textrahmen einfüge, der eine InCopy-Story überlappt, bleibt der Inhalt auf <keine Daten von Verknüpfung>.
Drehung, Neigung und Skalieren zeigen die aktuelle Transformation des Bildes.
Transparenz zeigt, ob im Platzierten Transparenz enthalten ist, also etwa in PSDs oder in platzierten indd-Dateien. Entsprechend zeigt Anzahl Unterverknüpfungen wohl nur bei platzierten indds eine sinnvolle Angabe. Es geht hier darum, wieviele Verknüpfungen auf der platzierten Seite und nicht im platzierten Dokument sind.
Ebene bezieht sich darauf, auf welcher Ebene im InDesign-Dokument das Bild liegt.
Die Abmessungen sind, soweit ich das rausfinden konnte, in Pixeln und nicht Millimeter o.ä. angegeben.
Als Verknüpfungstyp werden Sie wohl nichts anderes als "Importieren" sehen. Seit CS4 kann InDesign theoretisch Verknüpfungen zu quasi beliebigen Datenquellen aufbauen (URLs, Datenbanken, etc.), sofern Sie ein Drittanbieter-PlugIn haben, dass sowas umsetzt.
Ebeneneinstellungen bezieht sich auf die Möglichkeit, in PSDs und PDFs Ebenen ein- und auszublenden.
Seite ist, soweit ich das sehe, die InDesign-Seite, auf der das Bild liegt. Seltsam.
Es folgen eine Reihe von Typen, die einige Felder aus Adobes "Dateiinformationen" Dialog auslesen lassen. Die Kameradaten sind wohl klar. Weniger klar ist nach dem Reibungsverlust der Übersetzung, welches Feld ich in Photoshop ausfüllen muss, um zum Beispiel in "Urheber" einen sinnvollen Inhalt zu haben. Ich habe für den Screenshot die Metadaten dieses JPGs verwendet:

So können Sie einfach nachschlagen. :)
Falls einer meiner Leser vor mir rausfindet, wie man die Text-bezogenen Variablen sinnvoll einsetzt, würde ich mich über einen Kommentar freuen...
Neueste Kommentare
vor 1 Woche 1 Tag
vor 1 Woche 2 Tage
vor 1 Woche 2 Tage
vor 1 Woche 3 Tage
vor 2 Wochen 21 Stunden
vor 2 Wochen 3 Tage
vor 3 Wochen 12 Stunden
vor 4 Wochen 1 Tag
vor 8 Wochen 4 Tage
vor 9 Wochen 2 Tage